Keine Leichtathletik-Feier ohne BerlinoFreitag, 21. August 2009 von Sebastian
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Maskottchen gehören inzwischen einfach dazu. Jeder halbwegs ambitionierte Fußballverein leistet sich eins, auch in anderen Sportarten laufen sie herum, bei großen Titelkämpfen sowieso. Irgendwie sehen sie ja auch ganz putzig aus, diese zumeist tapsigen Gestalten. Und bringen besonders bei Riesenereignissen wie Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen in verkleinerter Form als Stofftier jede Menge Geld in die Kassen. Das kann man gut oder schlecht finden. Aber es gibt sicher schlimmere Auswüchse in der kommerzialisierten Welt des Sports. Zu Löwe Goleo (Fußball-WM 2006), den Eulen Sukki, Nokki, Lekki und Tsukki (alle Winter-Olympia 1998), Krokodil Fritzle (VfB Stuttgart), Zebra Hein Daddel (THW Kiel), Drache Tobi (Artland Dragons) und all den anderen hat sich nun für die Zeit der Leichtathletik-WM Berlino gesellt.
Name per Internet gefunden
Ein Bär in Berlin, der Berlino heißt. Nun ja, der Gipfel der Kreativität ist das nicht. Aber damit steht diese WM nicht alleine da. Ein Eishockey-Maskottchen Bully zu nennen, ist mindestens ebenso einfallsreich. Und Berlino ist schließlich Folge einer demokratischen Namensfindung im Internet.
Maskottchen-Rennen in England
In Sachen Maskottchen lohnt ein Blick nach England. Dort haben sie einen ganz anderen Stellenwert als hierzulande. Jährlich gibt es vor tausenden Zuschauern das Mascot Grand National der Fußball-Maskottchen, das live im Fernsehen übertragen wird. Die letzten beiden Jahre hat bei diesem Wettrennen übrigens der Wacky Macky Bear vom Neuntligisten Saffron Walden Town FC triumphiert.
Grotifant musste draußen bleiben
Aber auch in Deutschland haben sich einige Maskottchen nachhaltig in Erinnerung gebracht. Zum Beispiel der Grotifant des KFC Uerdingen, der allerdings etwas zu leidenschaftlich agierte und nach einer Attacke auf einen Linienrichter jahrelang ausgesperrt war. Den ersten Maskottchen-Feldverweis kassierte 2002 Union Berlins Ritter Eisenheart, der ein Tor seines Klubs gegen den VfB Lübeck mit dem Schützen auf dem Rasen gefeiert hatte. Zum Ärger der Fans musste er danach den Innenraum verlassen.
Berlino spricht nicht
Durch ungebührliches Verhalten ist Leichtathletik-Bär Berlino bislang nicht aufgefallen. Im Gegenteil. Berlino gönnt jedem Sportler den Erfolg. Vielleicht liegt es an seiner eigenen Vita. Sprechen tut er nicht, auf der Webseite der WM teilt er jedoch mit, dass er im sportlichen Bereich „nie wirklich erfolgreich war“, aber stets sein Bestes gebe. Und er feiert gern. Wann immer eine gute Leistung oder ein WM-Titel zu bejubeln ist, naht der Bär heran.
Von Robert Harting geschultert
Dabei hat er keine Angst vor großen Namen. Er zeigte zusammen mit Usain Bolt dessen berühmte Siegesgeste, kugelte mit Steffi Nerius über die blaue Bahn und klatschte mit Ariane Friedrich ab. Auch bei Robert Hartings Erfolg ließ er sich nicht lumpen und eilte zur Gratulation. Allerdings hätte er gewarnt sein sollen. Harting ist schließlich immer für eine Überraschung gut. Kurzerhand schulterte der Hüne den Bären und wirbelte ihn durch die Luft. „Der hat mir vorher eine Kelle gegeben“, begründete Harting seine Aktion später mit einem Grinsen. Der Wischer durch Hartings Gesicht war bestimmt unabsichtlich, schließlich ist Berlino ein friedlicher Bär.
Drei identische Figuren
Von Hartings Einlage hat sich Berlino – Markenzeichen riesige grüne Schuhe, blaue Hose, grünes Hemd und stets ein Lächeln im Gesicht – schnell erholt. Er ist weiter im Stadion unterwegs, meist zu Fuß, mal auf einem Golfwägelchen. Meist sieht man ihn winkend oder mit den Armen rudern, um die Zuschauer zu animieren. Damit auch die Menschen außerhalb des Olympiastadions Berlino erleben können, gibt es insgesamt drei identisch aussehende Figuren. Der 2,30 Meter hohe Bär ist längst ein beliebtes Foto-Motiv. Auch gefühlte 45 Grad im Schatten können ihm zumindest äußerlich nichts anhaben.
Bolt ist “ein Berlino”
Diese Erfolgsgeschichte war so nicht abzusehen. Zu dick, zu dünn, zu wenig fröhlich – Kritikpunkte am Bären gab es im Vorfeld genug. Inzwischen hält nicht nur Jennifer Oeser, die Silbermedaillen-Gewinnerin im Siebenkampf Berlino für das süßeste und schönste Maskottchen seit Jahren. Und Usain Bolt adelte den Bären nach dem 200-Meter-Lauf, als er ein T-Shirt mit der Aufschrift “Ich bin ein Berlino” trug.



23. August 2009 - 17:42 Uhr
Ich find dieses Knuttelbärchen Berlino einfach süß und trollig; könnte mich kaputtlachen über so nettes Auftreten des Maskottchens.
Wo findet man ein Download-Video über den 100m Lauf, wo Berlino am Ende über die Bahn kugelt?
zitieren22. August 2009 - 14:10 Uhr
Eine tolle Leistung die Berlino da abliefert. Er ist immer da, macht Späße wo er nur kann. Ein großes Lob für den oder die welche diese Wärme in dem Kostüm aushalten und soo lieb sind.
zitieren22. August 2009 - 13:56 Uhr
Ein Bärchen zu liebhaben!
zitieren22. August 2009 - 12:34 Uhr
Ist er beim Marathonlauf im Einsatz? Er sollte bei jeder guten Leistung im Bild sein.Auch bei Pleiten,Pech oder Pannen wäre sein erscheinen doch tröstend.Er hat eine zusammenfassende Fernsehbildersendung mehr als verdiend.Er ist mehr ein super-super…..Maskottchen der WM.Es verbreitet Fröhlichkeit,Spass,
Berlinerlebensfreude.Hoffentlich sehen wir Ihn noch öfter!!!!!!!!!
PS.Ist dieses Outfit irgedwann erwerbbar.Was kostet so etwas?
zitieren22. August 2009 - 12:17 Uhr
das bärchen gibt dieser super veranstalltung ein besondere note.
zitierenes ist einfach toll und macht spaß.
man sollte das kostüm am ende für ein guten zweck versteigern.
22. August 2009 - 11:24 Uhr
also der Bär ist grosse Klasse und es ist auch nicht verwunderlich das die Sportler trotz stress und schweiss auch für Berlino immer gerne bereit sind ein paar Sekunden zu opfern Gold Für Berlino!!!!
zitieren22. August 2009 - 10:42 Uhr
Finde ich auch, da gibts viel unmotiviertere Maskottchen, Berlino macht seine Sache super, bin dafür dem Menschen unter dem Kostüm ebenfalls eine Ehrenmedaille zu überreichen… gerade bei den heißen Temperaturen der letzten Tage war das auch großer Sport unter dem Kostüm!
zitieren22. August 2009 - 09:09 Uhr
Man sollte eine Bilderserie der Best Off von Berlino erstellen und ins Netz stellen.
zitieren22. August 2009 - 09:02 Uhr
Man sollte dem Berlino am Ende der WM eine Fair Play Medalie überreichen.
zitieren22. August 2009 - 08:19 Uhr
-…ein “Super-Bär”; das ist einfach nur geil , was “Berlino”
auf die Leichtathletik-Bahn zaubert !!!
.. an “Berlino” sollten sich unsere unsympathischen Politiker
zitierenein Beispiel nehmen !! -
22. August 2009 - 06:28 Uhr
Wer es auch immer sein mag. Er macht nen richtig super Job. Wenn er dafür Geld kriegt sollte man das echt verdoppeln. Er sorgt für eine positive Grundstimmung und ist sehr beliebt bei Sportlern und Gästen. So stelle ich mir ein Maskotchen vor. Er hat es geschaft, im gegesatz zu Goleo, die Massen zu binden und für sich und die Veranstalltung zu gewinnen.
Gruß Markus
zitieren22. August 2009 - 05:50 Uhr
NUR SPITZE
zitieren22. August 2009 - 01:59 Uhr
Die meisten dieser “Veranstaltungs Maskottchen” sind albern und zumeist langweilig! Maximal, je nach Ausstrahlung, höchstens als Kinderschreck oder aber Animateur, für dieselben, zu gebrauchen!!
zitierenDas ist aber bei der WM in Berlin, erfreulicherweise, diesmal ganz anders!
Man kann die WM Macher zu ihrer Wahl des “Maskottchens” und seiner TrägerInnen nur beglückwünschen!!!
Der oder die “Berlino” Maskottchen TrägerInnen machen bei dieser WM in Berlin wirklich einen hervorragenden Job. Mich hat bei der Harting Aktion besonders die spontane “Fliegereinlage” von “Berlino” auf Hartings Rücken beindruckt!
Da hat der bzw. die jenige wirklich toll auf die Situation reagiert und hat damit für einen dieser Momente für die “Ewigkeit” gesorgt. Dieses Bild wird für immer mit dieser WM in Verbindung bzw. für viele als Chiffre dieser WM im Gedächtnis bleiben.
21. August 2009 - 22:12 Uhr
Wer immer in dem Bärchen drinn steckt, er macht dass super. Toll.
zitieren21. August 2009 - 19:25 Uhr
das bärchen ist einfach süß, scheint äußerlich immer gut gelaunt ,hat keine berührungsängste und für späße immer bereit.
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